Philosophie

Die Schönheit des Verstehens

Jedes Ding hat zwei Seiten. Ein Werkzeug zum Beispiel muss praktisch sein, aber es soll auch begeistern. Das eine entsteht nicht automatisch aus dem anderen, sondern durch etwas Drittes: Verständnis. Industriedesign von 2° setzt auf die Schönheit des Verstehens. Um beim Beispiel zu bleiben: Ein gutes Werkzeug gibt das Gefühl, verstanden worden zu sein. Dafür liebt man es, pflegt es, erzählt Kollegen davon.


Und wie gelingt uns das? Durch Begeisterung und Kreativität. Wir fragen uns täglich: Wie entwickeln sich Formensprachen? Was empfinden Menschen als stylish? Was erwarten sie von den Dingen, die sie umgeben? Auf dieser Basis moderieren wir Innovationsworkshops, sammeln Ideen, Wünsche und Visionen, je kühner, desto besser. Durch Nähe! In der Research-Phase gehen wir ganz nah ran: Wir treffen Anwender, analysieren ihre Abläufe und filmen jeden Handgriff. Und durch einen strukturierten Prozess.

Die 2° Matrix

Wir kondensieren den gesamten Designprozess auf einer riesigen, strukturierten Fläche. Wir nennen sie die Matrix: ein tapetengroßer Plan, den wir als Rolle unter dem Arm tragen, wenn wir zum Kunden gehen. Die 2°MATRIX spiegelt alle Phasen eines Projekts, alle Zwischenstände und Entwürfe, von der ersten Zeichnung bis zum 3D-Rendering. Sie ist Chronik und Wegweiser, Werkzeug und Wandzeitung.


Designer und Ingenieure

Wussten Sie, dass fast alle Spritzgussteile in einem Winkel von 2° zur Welt kommen? Entformungsschräge nennen das Ingenieure. Wir heißen so, weil wir selbst auch Ingenieure sind und beim Design immer auch an die Fertigung denken. Nachdem wir unsere Daten abgegeben haben, beginnt für uns das Refinement: Wir sehen die Fertigungsdaten der Konstrukteure noch einmal genau durch. Glücklich sind wir erst, wenn am Ende genau das herauskommt, was wir uns vorgestellt haben: Ein begreifbares Produkt, das den Anwender überrascht und begeistert. Bei dem nicht nur ein Display mit ihm kommuniziert, sondern alles, bis ins letzte Detail. Das er intuitiv und sicher bedienen wird, weil er es auf Anhieb versteht. Wenn Design auf einem solchen Verständnis beruht, dann verliert der Begriff „User Interface“ seinen Sinn. Das Produkt ist das Interface.